Häufige Fragen zur Tagespflege

  • Ist die Kindertagespflege teurer als die Kinderkrippe?

Die Betreuungskosten zwischen einer Kindertagespflege und einer Kinderkrippe sind vollkommen identisch. Aktuell (Stand 2022) betragen die Kosten bei einer Kinderbetreuung von 8 Stunden täglich 187,68 Euro (Familien) bzw. 168,91 Euro (Alleinerziehende).  Weitere Details kann man nachsehen unter:  Elternbeiträge - Stadt Leipzig

  • Wieviel Kinder werden betreut und wie alt dürfen diese sein?

In der Kindertagespflege dürfen bis zu fünf Kinder betreut werden. Der Anfang der Betreuung richtet sich nach der Absprache zwischen Tagespflegeperson und Eltern. Normalerweise liegt das Alter der Kinder zwischen einem und drei Jahren.

  • Welche Vorteile hat die Kindertagespflege?

Die Kinder kommen in eine kleine, überschaubare Gruppe und haben nur eine Bezugsperson, die jederzeit für sie da ist. Dadurch entsteht eine intensivere Betreuungssituation. Man kann besser auf die individuellen Faktoren eingehen, wie zum Beispiel die Tagesform, Erkrankungen oder Ernährungsgewohnheiten des Kindes. Da jede Tagespflegeperson eine andere Struktur und Konzeption hat, haben Eltern auch eine wesentliche größere Auswahl. Nicht zuletzt ist es in einer kleinen Gruppe von 5 Kindern auch wesentlich ruhiger als in einer größeren Gruppe.

  • Gibt es auch Nachteile?

Es gibt immer Vor- und Nachteile, so auch in der Kindertagespflege. So haben Kindertagespflegepersonen 30 Tage Urlaub im Jahr, können bis zu drei Tage Fortbildungen besuchen und im Krankheitsfall bis zu 7 Tage pro Jahr ausfallen. Die Stadt Leipzig hat hier jedoch vorgesorgt und ein Vertretungssystem eingerichtet. Auf diese Art können Springer und Stützpunkte genutzt werden, um bei Weiterbildungen oder im Krankheitsfall die Betreuung abzusichern. Es bleibt aber zu beachten, wann die Tagespflegeperson Urlaub macht, da in dem Fall die Betreuung anderweitig gewährleistet werden muss. Ich für meinen Teil spreche den Urlaub Mitte des Jahres meinen Urlaub für das nachfolgende Jahr ab, damit alle Eltern sich entsprechend vorbereiten können.

  • Wann endet der Vertrag?

Der Vertrag, welcher zwischen Tagespflegeperson und Eltern besteht, endet automatisch mit dem dritten Geburtstag des Kindes. Wenn Eltern wissen, dass man dann noch keinen Kita-Platz hat, sollte man rechtzeitig anfragen, ob eine Verlängerung der Betreuung möglich ist. Stimmt die Tagespflegeperson zu, muss ein Antrag an die Stadt erfolgen. Erst, wenn diese den Antrag positiv beschieden hat, ist die Verlängerung möglich.

  • Was passiert, wenn man vor Vertragsende einen Kita-Platz bekommt?

Wird ein Kitaplatz frei, lädt die Kita die Eltern zu einem Kennenlerngespräch ein. Dabei werden diverse Fragen geklärt, die Einrichtung vorgestellt und ein Datum für den Wechsel benannt. Erst beim zweiten Gesprächstermin geht es dann an den Vertrag. Wichtig ist, dass zu diesem Termin eine Kündigung im System hinterlegt sein muss, so dass die Kita für das Wechseldatum einen Vertrag ausstellen kann. Hierfür muss man nur rechtzeitig bei der Kindertagespflege kündigen, was seitens der Träger dann im System vermerkt wird. Wer im Januar also einen Kitaplatz für September angeboten bekommt, muss den Tagespflegeplatz zu Ende August kündigen. Beachtet werden sollte dabei die Kündigungsfrist. Kitas melden sich allerdings in der Regel früh genug, so dass man seine Kündigung entsprechend früh einreichen kann.

  • Wie finde ich die richtige Kindertagespflege? Sind alle Tagespflegen gleich?

Hier empfiehlt es sich immer, zu vergleichen. Ein Faktor, den man bedenken sollte, ist die tägliche Anfahrt. Die Kindertagespflege sollte sich idealerweise zwischen Wohnort und Arbeitsort befinden, um Zeit und Stress zu sparen. Wichtig ist jedoch auch, welche Erwartungen die Eltern haben und wie das Angebot der Tagespflegeperson aussieht, sowohl was die Öffnungszeiten als auch die Aktivitäten betrifft. Bei acht Stunden täglich befindet sich das Kind den größten Teil seiner wachen Zeit in Fremdbetreuung. Man sollte also schauen, wie sympathisch und fachlich die Kindertagespflegeperson wirkt. 

  • Gibt es im Wichtelwald nur Verträge über acht Stunden?

Kurz und einfach, ja. Es handelt sich hierbei um einen Erfahrungswert. Viele Eltern sind anfangs der Meinung, auch mit sechs oder sieben Stunden auszukommen. Was passiert jedoch, wenn sich durch Zwischenfälle wie Unfall oder Stau die Abholung des Kindes verzögert? Kann man die zusätzliche Zeit nicht auch gut nutzen, zum Beispiel für Wocheneinkäufe ohne Kind? Und ist es nicht gut, ein kleines zeitliches Prallpolster zu haben? Letztlich kann jeder ja selbst entscheiden, ob das Kind die vollen acht Stunden da ist oder ob man morgens noch gemeinsam frühstückt oder nachmittags das Kind eher abholt um nochmal in den Park zu gehen. 

  • Wird frei nach Bedarf weiter aktualisiert